Pas­so Avan­ti live bei NDR Kul­tur

Pas­so Avan­ti haucht mit unbändi­ger Spiel­freude und Vir­tu­osität Klas­sik­ern neues Leben ein; Klas­sik­er, die zu ihrer Zeit uner­hört mod­ern waren. Die soge­nan­nten alten Meis­ter, Kom­pon­is­ten wie Bach, Brahms und Ver­di, sie waren alle­samt musikalis­che Avant­gardis­ten, exper­i­men­tier­freudig und offen für Neues. Welche Musik wür­den sie wohl heute machen? Pas­so Avan­ti ver­schafft uns einen Hauch Ahnung davon. Das Quar­tett über­set­zt wohldurch­dacht bekan­nte Werke in eine mod­erne Klang­sprache und formt sie neu, ohne dabei ihren ursprünglichen Geist zu ver­fälschen. Im Gegen­teil, durch ihre Eige­narrange­ments wer­den die Stücke wieder so aufre­gend, wie sie es zu ihrer Entste­hungszeit waren. 

Dabei klin­gen sie nie gekün­stelt, nichts wirkt forciert, son­dern allem wohnt eine grundle­gende Natür­lichkeit inne. Wenn die vier spie­len, entste­ht ein reger Dia­log zwis­chen den einzel­nen Stim­men, der wun­der­bare neue Nuan­cen aus den Orig­i­nalen her­auskitzelt — sie erstrahlen in einem neuen Glanz.

Dieser Glanz spiegelt sich auch in dem mehrdeuti­gen Titel des zweit­en Albums des Quar­tetts wider — er lässt sich auf die Titel, die Stil­rich­tun­gen sowie auf die Musik­er beziehen: Finest Blend, ja, in der Tat.